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Industrielles Weben

Aktualisiert: 25. Jan. 2022



Begonnen hat alles mit dem Handweben an einem Webrahmen oder einem Webstuhl.

Ein geübter Weber kann pro Minute ca. 40 m Schussfaden verweben. Man bezeichnet diese Größe auch als Eintrag bzw. Schusseintrag. Bereits zwischen 1780 und 1790 etablierten sich vollmechanisierte Webstühle, die richtigerweise als Webmaschinen bezeichnet werden. Da hierdurch viele Weber ihre Arbeit verloren, kam es zeitgleich zu Weberaufständen und zur Maschinenstürmerei.



Prinzip einer Webmaschine mit zwei Schäften, z.B. zur Herstellung einer einfachen Leinwandbindung:

Vom Kettbaum werden die Kettfäden abgewickelt. Durch Auf-und-ab-Bewegung der Schäfte entsteht eine Spreizung zwischen benachbarten Kettfäden. In dieses Fach wird mit dem Schützen der Schussfaden eingeschossen. Das fertige Gewebe wird auf den Warenbaum aufgerollt. Die für die Herstellung des Gewebes erforderlichen Kettfäden sind parallel unter Spannung auf dem Kettbaum aufgewickelt. Der Kettbaum dient der bedarfsgerechten Kettfadenlieferung. (Wikipedia)



Anfänglich gab es nur sogenannte Schützenwebmaschinen, die auch heute noch dominierend sind.


Von den weltweit mehr als 5 Millionen existierenden Webmaschinen sind rund 4 Millionen Schützenwebmaschinen. Diese leisten einen Eintrag von bis zu 400 m Schussfaden in der Minute.



Es folgten Projektilwebmaschinen, bei denen das Schussgarns mittels eines Projektil eingeschossen wird. Hier beläuft sich der Schusseintrag auf rund 1500 m in der Minute.



Das Projektil wird nach dem Schuss auf einem Band zurück zum Ausgangspunkt transportiert. Das ist natürlich schon eine ganz andere Hausnummer als das händische Weben am Webstuhl.


1930 wurde die erste Greiferwebmaschine hergestellt. Anstelle eines Schützen oder Projektil wird der Schussfaden mit einem Greifarm bis zur Hälfte der Kettenbahn/des Fachs eingeführt ein zweiter Greifarm kommt von der gegenüberliegenden Seite, nimmt den Schussfaden auf und zieht ihn dann vollständig durch die Kettbahn/das Fach hindurch. Der Eintrag beläuft sich auf rund 1600 m in der Minute. Speziell zur Anfertigung von Geweben aus Naturgarnen wurde die Luftdüsenwebmaschinen entwickelt. Ein Prototyp wurde 1951 auf dem Markt eingeführt. Der Schussfaden wird über Luftdruckdüsen durch die Kettbahn/das Fach transportiert. Diese Maschinen erzielen einen Eintrag von ca. 2500 m, heute bis zu 3200 m, in der Minute. Der Schussfaden macht seinem Namen alle Ehre. Er wird mit einer Gechwindigkeit von 150 bis 190 km/h durch die Kettbahn/das Fach geschossen.


Im Video ein Überblick über Schützen-, Greifer- und Luftdruckdüsenwebmaschinen.


Hier noch ein Video einer Luftdüsen-Hochleistungswebmaschine bei der Arbeit.


Wer mehr zu Webmaschinen wissen will muss halt googeln.

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Stefan Hermann Schuster

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